Endspurt für Nordhalben: Neue Postkarten gedruckt

In einer Woche geht es für ein Kunstfestival nach Nordhalben. Zu dieser Gelegenheit habe ich endlich mal neue Postkarten drucken lassen. Eigentlich hatt eich mir vorgenommen, jedes Jahr ein Motiv zu drucken. Aber irgendwie schaffe ich das nicht ganz. Deswegen jetzt eben zwei auf einmal!

Ab kommender Woche dann also Nordhalben und ein hoffentlich schöner erster Kunstsommer.

 

Ein Jahr geht schnell vorbei

Letzten August habe ich auf dem Heimweg von Dresden nach Berlin die ersten Skizzen zu der Radierung gemacht, die seit gestern offiziell fertig ist. Hätte ich letzten Sommer geahnt, wie lange ich mit dem Motiv beschäftigt sein und wieviele Wartezeiten und Geduldsproben das Projekt beinhalteten würde, wäre ich wahrscheinlich ziemlich schnell in eine andere Richtung abgebogen.
Gestern war ich an der großen Tiefdruckpresse, einer gemütlichen Riesin im Zentrum der Radierwerkstatt, zugange und habe einen einzigen Druck zustande gebracht. Den ersten! Und was für einen!

Voilà!

“Votivtäfelchen”
99 x 99 cm, 400er Arches-Bütten, 2019, Edition: tja …

In den nächsten Wochen werde ich mit einigem Aufwand eine kleine Edition produzieren und hoffentlich bald eine passende Möglichkeit finden, das Motiv auszustellen. Eine Preview gibt es in jedem Fall am 15. Juni 2019 beim alljährlichen Sommerfest im Bethanien.

Fi-Naaa-Leeeee.

Nach einem wunderschönen Wochenende auf dem Land, kam ich gestern wohl mit etwas Rückenwind und ausgeruhten Augen zurück an meine Arbeit. Die letzte der sechzehn Platten war zwar schon vorgezeichnet, d. h. das Motiv übertragen, aber abgesehen von den Hauptlinien hatte ich noch nichts geritzt. Es ist ein zeitintensiver Prozess, die ganzen feinen Details anzulegen und dabei die Regelmäßigkeit der Muster nicht ganz außer Acht zu lassen. Irgendwann (oder leider) schleicht sich dann auch ein gewisser Belastungsschmerz in die Muskeln der Arbeitshand … Trotzdem war die LETZTE PLATTE nach einem fünfstündigen Radiernadelmarathon fertig für’s Säurebad. Jippieh!

Gedruckt wird aber erst im kommenden Jahr. Das Motiv und ich brauchen nach der intensiven Beschäftigung der vergangenen 8 Wochen ein bisserl Distanz und meine Augen und Hände etwas Ruhe.

Editionsproduktion 2018

Während die neue Radierung langsam gedeiht und Platte für Platte bearbeitet wird, nehme ich mir zwischendrin die Zeit, Drucktage einzulegen und ein paar Editionen zu drucken. Also kleine Auflagen:  maximal 5 – 7 Exemplare pro Edition.

Hier ein erster Eindruck:

 

 

BBK-Druckwerkstatt: neue Radierung

Version 1 | 3farbige Radierung, 5 Platten | Edition: 2 | Büttenpapier 60 x 40 cm

Version 2 | 5farbige Radierung, 5 Platten | Unikat | Büttenpapier 2x 60 x 40 cm

Nach zwei Drucktagen in der Druckwerkstatt des BBK sind zwei neue Radierungen in kleiner Auflage entstanden. Die Drucke sind aufwendig herzustellen, da sie aus 5 einzelnen Platten bestehen. Die blaue Version ist dreifarbig, die bunte Version sogar fünffarbig. Beide Versionen wurden in je 3 Durchgängen gedruckt. Abgesehen davon, daß die Platten gleichmäßig ausgewischt werden sollten, empfinde ich es nach wie vor als Herausforderung, daß Papier nicht mit meinen Dreckpfoten einzusauen. Keine Ahnung, wie andere Leute das bewerkstelligen, die bei der Vorbereitung nicht mal Handschuhe tragen …

 

 

Die Ernte der letzten Woche

3 neue Abzüge von

“Flos mori” 2016

Kaltnadelradierung mit 3 Farben (gelb, rot, blau) / Motivgröße 30 x 20 cm / auf Büttenpapier 60 x 40 cm / EUR 150,– (zzgl. Versand)

Zum 1. Mal: BBK-Druckwerkstatt

Zum ersten Mal habe ich in der BBK-Radierwerkstatt gearbeitet und hatte – auch eine Premiere – eine Druckpresse ganz für mich allein, den “kleinen” einhandbedienbaren HARRY aus Großbritannien. Der pure Luxus! Nach 7 Stunden Einfärben und Auswischen habe ich es auf 5 neue dreifarbige Drucke gebracht und somit den Punkt erreicht, daß ich dieses Motiv nicht noch einmal drucken werde. Der Abdruck der Zinkplatten wird von Mal zu Mal schwächer, die Kontraste lassen nach und die Strichstärke verringert sich. Finito also mit dem “Flos mori” (2016)