During our ACHTUNG studio christmas exhibition you will find amazing art and illustration on 16th of december. Join us for a Glühwein, waffles and cookies!

Have a closer look at the work of
› Ramona Taterra
› Sonia Klajnberg
› Janna Baibatyrova
› Franziska Harnisch etc.

We hope to see you all there! Bring your friends, too, if you like!

16.12.2017 // von 15 – 20 Uhr
Kunstquartier Bethanien // Mariannenplatz 2 // 10997 Berlin // Raum K43

?: ↵↓→ :!

How to find us in Kunstquartier Bethanien:
Pass trough the entrance hall.
Turn to the left into direction of “3 Schwestern”.
Use the door opposite the restaurant and walk down the stairs.
Once downstairs, walk straight ahead along the corridor for 50 m and you’ll find us 🙂

Fi-Naaa-Leeeee.

Nach einem wunderschönen Wochenende auf dem Land, kam ich gestern wohl mit etwas Rückenwind und ausgeruhten Augen zurück an meine Arbeit. Die letzte der sechzehn Platten war zwar schon vorgezeichnet, d. h. das Motiv übertragen, aber abgesehen von den Hauptlinien hatte ich noch nichts geritzt. Es ist ein zeitintensiver Prozess, die ganzen feinen Details anzulegen und dabei die Regelmäßigkeit der Muster nicht ganz außer Acht zu lassen. Irgendwann (oder leider) schleicht sich dann auch ein gewisser Belastungsschmerz in die Muskeln der Arbeitshand … Trotzdem war die LETZTE PLATTE nach einem fünfstündigen Radiernadelmarathon fertig für’s Säurebad. Jippieh!

Gedruckt wird aber erst im kommenden Jahr. Das Motiv und ich brauchen nach der intensiven Beschäftigung der vergangenen 8 Wochen ein bisserl Distanz und meine Augen und Hände etwas Ruhe.

Ausstellung: Curatorial Part Uno / 22.11.2018

Donnerstag, 22. November 2018 von 17:00 bis 23:00
Molkenmarkt, 2, 10179 Berlin, 2. OG

Kunst ist Idee. Kunst ist Freiheit. Kunst ist Konzept. Kunst ist Markt.
Der Künstler sein Knecht. Der Galerist sein Blutsauger. Der Kurator kein Künstler. Oder so. Spätestens wenn die Kunst das Atelier verlässt, unterliegt sie den Konventionen. Es gibt Spielregeln. Jeder kennt sie, jeder versucht mitzuspielen und jeder ist dagegen.
Wo es Regeln gibt, gibt es Auslegungen. Wo es Auslegungen gibt, kann ein Tutorial Abhilfe schaffen.
Als Ausstellungsserie konzipiert, persifliert Curatorial die Spielregeln, taucht hinein und hoffentlich wieder auf. Curatorial Part Uno beginnt mit dem Spielfeld des Kurators.
kuratiert von Mirjam C. Wendt und Franziska Harnisch

KünstlerInnen:
Dan Allon, Nina Ansari, Anja Asche, Thomas Behling, Carla Bertone, Magnus Bjerk, Sonja Blattner, Pedro Boese, Julia Brodauf, Robert Conrad, Jonah Criswell, DAG, Martha Damus, Almut Determeyer, Ulrich Diezmann, Jesper Dyrehauge, Margret Eicher, Jana Engel, Dana Engfer, Norman Gensel, Surya Gied, Robert Günther, Malte Hagen Olbertz, Franziska Harnisch, Eliana Heredia, Andreas Helfer, Susi Hinz, Jens Hunger, Klaus Jörres, Judith Karcheter, Susanne Keichel, Joongyoung Kim, Katy Kirbach, Karen Koschnick, Stephane Leonard, Aron Lesnik, Dirk Lipfert, Julie Luzoir, Maximilian Marcoll, Christiane Möbus, Mila Panic, Christian Pilz, Eckart Pscheidl-Jeschke, Ulrich Puritz, Aaron Rahe, Beatrix Reinhardt, Natalia Irina Roman, Ina Sangenstedt, Christine Schmerse, Sonya Schönberger, Thilo Staudt, Sven Stuckenschmidt, Claudia Speer, Ramona Taterra, Saverio Tonoli, Markus Wirthmann, William Wires, Linda Weiss, Makiko Yamamoto, Christof Zwiener

Editionsproduktion 2018

Während die neue Radierung langsam gedeiht und Platte für Platte bearbeitet wird, nehme ich mir zwischendrin die Zeit, Drucktage einzulegen und ein paar Editionen zu drucken. Also kleine Auflagen:  maximal 5 – 7 Exemplare pro Edition.

Hier ein erster Eindruck:

 

 

Der rote Feger – oder: G’sägt is!

Ein glücklicher Zufall hat meine Arbeit ziemlich in Schwung gebracht. Die Dekupiersäge, die ich mir gerne in den letzten Wochen bei irgendjemandem ausgeliehen hätte, konnte ich nirgends finden. Zu speziell vielleicht? Das Gerät selbst zu kaufen, stand aufgrund des hohen Preises leider völlig außer Frage. Als ich gar nicht mehr daran dachte und mich schon damit anbefunden hatte, alles mühsam per Hand zu sägen, stand sie plötzlich vor mir – in der Künstlerwerkstatt, in der ich oft arbeite. Ich durfte das Teilchen für 3 Tage ausleihen und habe in den vergangenen Tage, statt in der absurd warmen Oktobersonne zu braten, in konzentrierter Einsamkeit alle Platten zugesägt, die zu dem neuen Werk dazugehören.

Schritt 2: fertig!!!

Schritt 2⅔: und noch weiter geht’s

Telefonat mit A.:

“Na, die Oberarme sind jetzt fertig gesägt und geritzt und müssen am Montag in die Säure.”

“Mann, das klingt ganz schön brutal, wenn man nicht weiß, worum es geht!”

Am Montag waren die Oberarme also in der Säure. Natürlich mußte ich den Moment auskosten und einen richtig schönen Probedruck machen.

Voilà!

Schritt 2½: Weiter geht’s

Bilanzieren: ach ja…

6 von 16 Platten fertig gesägt, 4 davon geätzt. Allerdings sind es die kleinsten Platten der Komposition. D.h., die kommenden Segmente sind deutlich aufwendiger zu produzieren und werden dementsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen. Mal sehen, ob ich es in diesem Jahr schaffe.

Schritt 2: Los ist’s gegangen

In den vergangenen Wochen habe ich einen Entwurf für eine 16teilige Radierung gemacht, die aus einzelen Freiformen besteht. Die beiden Hände – die filigransten Freiformen – haben den Anfang gemacht. Ich war mich nicht sicher, wie stabil das Kupfer bleibt, wenn es zersägt, geätzt und dem Walzdruck ausgesetzt wird. Nach dem gestrigen Tag in der BBK-Druckwerkstatt (die Sommerpause ist zu Ende!) sind alle Zweifel ausgeräumt, so daß ich mich in den nächsten Wochen/Monaten/Jahren (?) den 14 verbleibenden Geschwisterplatten zuwenden kann.

Naja, dieser Klima-kaputt-Brandsommer geht zu Ende, die Tage werden kürzer und kälter … da kann man sich auch einer Drinnenbeschäftigung zuwenden, oder?

Schritt 2: Los geht’s

Die Sommerpause ist vorrüber. Seit einer Woche bin ich zurück und kann fortsetzen, was vor 4 Wochen liegengeblieben ist.

Alle Vorzeichnungen sind gemacht. Fleiß und Geduld und Hornhaut an den richtigen Stellen der Hände sind gefragt für’s Aussägen der Einzelformen für das neue Radierungsmotiv. Vier kleine Formen haben ich gestern geschafft unter Zuhilfenahme von Terry Pratchetts Audiobook “Men at arms”. Heute fühlen sich meine Hände an wie aufgepustete Gummihandschuhe … Wenn ich alle 16 Formen fertiggesägt habe, kann ich bestimmt Basketbälle zerquetschen.

Aussprengtechnik

Die Technik ist relativ einfach erklärt. Das Motiv wird mit Zuckertusche  gezeichnet. Wenn die Zeichnung getrocknet ist, wird das Metall komplett lackiert. Anschließend übergießt man das Metall mit heißem und auch mit kochendem Wasser, bis sich das Motiv durch den Zucker aus dem Lack “herausgesprengt” hat. Ab diesem Schritt wird die Platte wie eine Aquatinta behandelt.

Mehrere Anläufe und mehrere Motive hat es gedauert, bis nun endlich ein Zwischenstand erreicht ist, den ich repräsentativ finde. Die Aussprengtechnik ist deshalb so interessant, weil man direkt auf dem Metall zeichnen oder malen kann. Dadurch sind die Linien lebendiger und kräftiger im Vergleich zu den Linien, die bei der Strichätzung entstehen.

Ich werde das Motiv mal noch weiterbearbeiten, um herauszufinden, wie gefällig diese störrische Technik noch werden kann und wie viele Phasen mein Testmotiv noch benötigt.

BBK-Druckwerkstatt: neue Radierung

Version 1 | 3farbige Radierung, 5 Platten | Edition: 2 | Büttenpapier 60 x 40 cm

Version 2 | 5farbige Radierung, 5 Platten | Unikat | Büttenpapier 2x 60 x 40 cm

Nach zwei Drucktagen in der Druckwerkstatt des BBK sind zwei neue Radierungen in kleiner Auflage entstanden. Die Drucke sind aufwendig herzustellen, da sie aus 5 einzelnen Platten bestehen. Die blaue Version ist dreifarbig, die bunte Version sogar fünffarbig. Beide Versionen wurden in je 3 Durchgängen gedruckt. Abgesehen davon, daß die Platten gleichmäßig ausgewischt werden sollten, empfinde ich es nach wie vor als Herausforderung, daß Papier nicht mit meinen Dreckpfoten einzusauen. Keine Ahnung, wie andere Leute das bewerkstelligen, die bei der Vorbereitung nicht mal Handschuhe tragen …

 

 

Neue Radierung

 

Der erste Druck mit zwei fertigen Kupferplatten, ein Test nur, ist gemacht.

Das Ergebnis erscheint mir sehr vielversprechend. Da muß ich geschwind nur noch zwei, drei andere Kupferplatten zurechtsägen, feilen, lackieren, zeichnen, ätzen und reinigen … und schon ist alles bereit für eine Druckarie!