Schritt 2: Los ist’s gegangen

In den vergangenen Wochen habe ich einen Entwurf für eine 16teilige Radierung gemacht, die aus einzelen Freiformen besteht. Die beiden Hände – die filigransten Freiformen – haben den Anfang gemacht. Ich war mich nicht sicher, wie stabil das Kupfer bleibt, wenn es zersägt, geätzt und dem Walzdruck ausgesetzt wird. Nach dem gestrigen Tag in der BBK-Druckwerkstatt (die Sommerpause ist zu Ende!) sind alle Zweifel ausgeräumt, so daß ich mich in den nächsten Wochen/Monaten/Jahren (?) den 14 verbleibenden Geschwisterplatten zuwenden kann.

Naja, dieser Klima-kaputt-Brandsommer geht zu Ende, die Tage werden kürzer und kälter … da kann man sich auch einer Drinnenbeschäftigung zuwenden, oder?

Druckwerkstatt, die zweite Runde

„So!“, wie meine Kollegin gerne sagt, um einen Akzent zu setzen, der zweite Drucktag ist vorüber. Acht Stunden verflossen so geschwind, als hätten sie es sehr, sehr eilig gehabt. Bemerkenswert ist der Grad der Erschöpfung, der sich zum Feierabend einstellt. Ich habe heute zwei Editionen weitergedruckt und hoffe, in der kommenden Woche damit fertig zu werden. In diesem Sinne mache ich es mir jetzt gemütlich und trink‘ nen Tee …

Zum 1. Mal: BBK-Druckwerkstatt

Zum ersten Mal habe ich in der BBK-Radierwerkstatt gearbeitet und hatte – auch eine Premiere – eine Druckpresse ganz für mich allein, den „kleinen“ einhandbedienbaren HARRY aus Großbritannien. Der pure Luxus! Nach 7 Stunden Einfärben und Auswischen habe ich es auf 5 neue dreifarbige Drucke gebracht und somit den Punkt erreicht, daß ich dieses Motiv nicht noch einmal drucken werde. Der Abdruck der Zinkplatten wird von Mal zu Mal schwächer, die Kontraste lassen nach und die Strichstärke verringert sich. Finito also mit dem „Flos mori“ (2016)