Aussprengtechnik

Die Technik ist relativ einfach erklärt. Das Motiv wird mit Zuckertusche  gezeichnet. Wenn die Zeichnung getrocknet ist, wird das Metall komplett lackiert. Anschließend übergießt man das Metall mit heißem und auch mit kochendem Wasser, bis sich das Motiv durch den Zucker aus dem Lack „herausgesprengt“ hat. Ab diesem Schritt wird die Platte wie eine Aquatinta behandelt.

Mehrere Anläufe und mehrere Motive hat es gedauert, bis nun endlich ein Zwischenstand erreicht ist, den ich repräsentativ finde. Die Aussprengtechnik ist deshalb so interessant, weil man direkt auf dem Metall zeichnen oder malen kann. Dadurch sind die Linien lebendiger und kräftiger im Vergleich zu den Linien, die bei der Strichätzung entstehen.

Ich werde das Motiv mal noch weiterbearbeiten, um herauszufinden, wie gefällig diese störrische Technik noch werden kann und wie viele Phasen mein Testmotiv noch benötigt.

Nachlese zum Sommerfest im Achtung Studio

Liebe Leute, vielen Dank für Euren Besuch, Euer Interesse und die gute Laune, die Ihr in unser Atelier gebracht habt. Ich hatte sehr viel Freude mit Eurer zahlreichen Gesellschaft! Bis zum nächsten Mal …

BBK-Druckwerkstatt: neue Radierung

Version 1 | 3farbige Radierung, 5 Platten | Edition: 2 | Büttenpapier 60 x 40 cm

Version 2 | 5farbige Radierung, 5 Platten | Unikat | Büttenpapier 2x 60 x 40 cm

Nach zwei Drucktagen in der Druckwerkstatt des BBK sind zwei neue Radierungen in kleiner Auflage entstanden. Die Drucke sind aufwendig herzustellen, da sie aus 5 einzelnen Platten bestehen. Die blaue Version ist dreifarbig, die bunte Version sogar fünffarbig. Beide Versionen wurden in je 3 Durchgängen gedruckt. Abgesehen davon, daß die Platten gleichmäßig ausgewischt werden sollten, empfinde ich es nach wie vor als Herausforderung, daß Papier nicht mit meinen Dreckpfoten einzusauen. Keine Ahnung, wie andere Leute das bewerkstelligen, die bei der Vorbereitung nicht mal Handschuhe tragen …

 

 

Immatrielles Kulturerbe!

Seit diesem Frühling zählen die künstlerischen Drucktechniken – insbesondere Tief-, Hoch-, Flach- und Durchdruck – laut der deutschen Unesco-Kommsion offiziell zum immatriellen Kulturerbe unseres Landes, wie auch der Pfingsttanz, die Amateurmusikpflege und das Dokumentarspiel „Landshuter Hochzeit, 1475“. Jippieh! Die Falknerei, das Hebammenwesen und die Brotkulur reihen im übrigen auch dort ein. Ein Verzeichnis über alle Einträge existiert, und soviel sei vorweggenommen: eine wilde Mischung, aber unglaublich unterhaltsam und überraschend! Hier ist der Link zur Unesco-Pressemitteilung bezüglich der Neuaufnahme der künstlerischen Drucktechniken in die Riege der immateriellen Kulturgüter. Zukünftig wird mein Schaffen durch viel mehr Erfurcht geprägt sein angesichts der kulturhistorischen Relevanz! Oh, schwarze Kunst, die Du schon Jahrhunderte überdauert hast … endlich stehst Du auf DER Liste. Herzlichen Glückwunsch!

Nun zum praktischen Teil: Ich habe inzwischen 5 verschiedene Radierplatten vorbereitet, das Kupfer zurechtgesägt, die Kanten geschliffen, Vorder- und Rückseiten lackiert, das Motiv graviert, das Motiv im Säurebad geätzt und die Platten gereinigt. Ein zeitinsensives Unterfangen! Bei zwei Druckterminen habe ich mal flüchtig erprobt, was die neuen Platten so hergeben, und bin sehr zufrieden mit den Resultaten. Bis zum nächsten Termin in der Druckwerkstatt  ist glücklicherweise noch Zeit, so daß ich mir in Ruhe Gedanken zur Farbgebung und zur Komposition machen kann.

 

 

 

Aus dem Skizzenstapel:

2 Zeichnungen | Format 32 x 24 cm | Aquarell | 2015 & 2017

Gerade beim Aufräumen gefunden.

Die Isohypsen auf der linken Seite bildeten den Auftakt zu einer aufwendigen, großen Zeichnung. Die rennende Figur auf der rechten Seite könnte Grundstein für eine neue, große Zeichnung sein. Noch suche ich nach dem ‚richtigen‘  Winkel. Aber lange wird es nicht mehr dauern.

Aus dem Skizzenbuch: Amorgos

Nach zweieinhalb Wochen auf der üppig blühenden und rauhen Kykladen-Insel Amorgos ist hier meine kurze Ein-Wort-Zusammenfassung:

HERRLICH!!!

 

Nun zur Mehr-als-ein-Wort-Zusammenfassung: Viele Wanderungen quer über die Insel, zünftig und rustikal und in soliden Mengen essen, bemerkenswerte Begegnungen mit gutgelaunten Zwei- und Vierbeinern, tolle Gespräche (mit den Zweibeinern), im März bei fiesem Wind anbaden, mit den unzähligen Insel-Katzen spielen, Lizard-Watching, Sonnenuntergänge über dem Meer angucken, Sonnenaufgänge über den Bergen angucken, Bergdörfer wegen des griechischen Kaffees (Tholaria) oder des Schokoladenkuchens (Langarda) besuchen, am Strand rumlungern, Steine schnipsen und ein bißchen zeichnen.

Als ich auf der achtstündigen Fährfahrt von Aegiali im Slalom durch Mittelmeer nach Piraeus mit dem jungen, vielversprechenden Zeichner Leopold zusammensaß und wir gemütlich ein paar Stunden zeichneten, sind die beiden Portraits enstanden – eines von seinem fotografie-interessierten Bruder Julius und eines von der in Berlin ansässigen Fotografin Sabine.

Herzlichen Dank nochmal an die beiden Inselexperten Alexander Gumz und Michael T. Pritchard für die ausgezeichneten Tips! Bleibt nur eine Feierabend-Bier-Frage: Fix oder Mythos? …

 

div. Skizzen / Bleistift, Fineliner, Aquarell / 27 x 21 cm

Neue Radierung

 

Der erste Druck mit zwei fertigen Kupferplatten, ein Test nur, ist gemacht.

Das Ergebnis erscheint mir sehr vielversprechend. Da muß ich geschwind nur noch zwei, drei andere Kupferplatten zurechtsägen, feilen, lackieren, zeichnen, ätzen und reinigen … und schon ist alles bereit für eine Druckarie!