Kunstsommer Nordhalben: Tag 3 & 4

Meine erster künstlerischer Beitrag im Haus Mohr, einem ehemaligen Textilfachgeschäft, ist am Ende des vierten Tages Schlag 18 Uhr fertig geworden. Mithilfe von Schere, Papier und Klebeband ist ein ortsspezifisches Werk entstanden, das aus 10 einzelnen Figuren besteht, die im Verbund den Raum umkreisen.

Nordhalbener Kunstsommer

)>)>)>: 1. Kunstsommer Nordhalben :<(<(<(

Der Markt Nordhalben, die Bürgerinitiative NohA, DKD ART und der Künstlerkreis des“ Maxhauses“ laden Sie herzlich ein , vom 27.07. bis zum 10.08.2019 mit uns den 1.Nordhalbener Kunstsommer zu feiern. Während der zwei Kunstwochen werden nicht nur im Nordhalbener Künstlerhaus „Maxhaus“ neue Kunstwerke entstehen. Zusätzlich verwandeln sich leerstehende Ladenlokale entlang der Hauptstraße (Lobensteiner -/ Kronacher Straße, Ortsmitte) in temporäre Ateliers und kleine Galerien, weitere Wandbemalungen entstehen und Außenateliers von Kunstschaffenden laden zum Zuschauen ein.
So setzten wir ein Zeichen für eine Wiederbelebung und attraktive Gestaltung des Ortskerns. Vielen Dank an unsere Sponsoren für die Unterstützung. 16 Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet arbeiten parallel an ihren Projekten. Nordhalben präsentiert sich so zwei Wochen lang als lebendiges Künstlerdorf in dem alle Arbeitsorte für die Besucher als „offene Ateliers“ zu verstehen sind.
Mit Lesungen, Musik, Veranstaltungen und der örtlichen Gastronomie bieten wir Ihnen zusätzlich ein breites Rahmenprogramm. Zudem findet der „Nordhalbener Kinosommer“ vom 29.07. – 01.08.2019, parallel in der ersten Woche des Kunstsommers, auf dem „Dreschhallenplatz“ statt.
Erleben Sie diese besondere Atmosphäre in Nordhalben, schauen Sie den Künstlern über die Schulter und lassen Sie sich künstlerisch, kulturell, sowie kulinarisch begeistern.

 

Teilnehmende Künstler des 1. Nordhalbener Kunstsommers
  • Diana Deckelmann, Stencil / Paint Art
  • Kai Deckelmann, Digitalkunst auf Holz, Stencil / Spray Art
  • Bernd Engels, Objektcollagen
  • Daniela Faber, Installation / Fotografie
  • Judith Franke, Holzskulpturen
  • Anne Friederichsen, Malerei
  • Siegfried Gwodz, Druckgrafik
  • Elke Harras, Licht-Installationen
  • Michael Hoffmann, Stencil-Graffiti
  • HSN ONE, Graffiti / Graffiti-Workshop
  • Irmgard Freischlad, Workshop „Little Village“
  • Niko Kemena, Keramik / Plastik
  • Martin Schlenger, Grafik und Plastik
  • Ramona Taterra, Zeichnung / Druckgrafik
  • Volker Ullenboom, Holzskulpturen
  • Dagmar Wolf, Malerei / Objekte

 

Lebewohl, Litfaßsäule

Die klassische, althergebrachte Litfaßsäule verschwindet nach 164 Jahren aus dem Stadtbild – obwohl sie eine Ur-Berliner Erfindung ist.

Mike Wilms & Christian Gehrke / Berliner Zeitung / 28.01.2019

 

Schade … aber nichts ist für immer. Bleibt nur, sich in den kommenden Wochen gebührend von den Betondinosauriern zu verabschieden und stattdessen die unzerstörbaren und wartungsarmen Roll- bzw. Digitaldisplays aus verschiedenen Metallen, Acrylscheiben, Kunststoffen und mit Stromversorgung willkommen zu heißen.

 

Fotos: Franziska Harnisch & Ramona Taterra

Schritt 2: Los ist’s gegangen

In den vergangenen Wochen habe ich einen Entwurf für eine 16teilige Radierung gemacht, die aus einzelen Freiformen besteht. Die beiden Hände – die filigransten Freiformen – haben den Anfang gemacht. Ich war mich nicht sicher, wie stabil das Kupfer bleibt, wenn es zersägt, geätzt und dem Walzdruck ausgesetzt wird. Nach dem gestrigen Tag in der BBK-Druckwerkstatt (die Sommerpause ist zu Ende!) sind alle Zweifel ausgeräumt, so daß ich mich in den nächsten Wochen/Monaten/Jahren (?) den 14 verbleibenden Geschwisterplatten zuwenden kann.

Naja, dieser Klima-kaputt-Brandsommer geht zu Ende, die Tage werden kürzer und kälter … da kann man sich auch einer Drinnenbeschäftigung zuwenden, oder?

Schritt 2: Los geht’s

Die Sommerpause ist vorrüber. Seit einer Woche bin ich zurück und kann fortsetzen, was vor 4 Wochen liegengeblieben ist.

Alle Vorzeichnungen sind gemacht. Fleiß und Geduld und Hornhaut an den richtigen Stellen der Hände sind gefragt für’s Aussägen der Einzelformen für das neue Radierungsmotiv. Vier kleine Formen haben ich gestern geschafft unter Zuhilfenahme von Terry Pratchetts Audiobook “Men at arms”. Heute fühlen sich meine Hände an wie aufgepustete Gummihandschuhe … Wenn ich alle 16 Formen fertiggesägt habe, kann ich bestimmt Basketbälle zerquetschen.

Sie ist angekommen

Foto: Jeremy Goldhaber-Fiebert

Endlich. Nach all den “Jahren”! Es hat nur dreieinhalb Wochen gedauert, bis die Zeichnung dann doch mal an ihrem Bestimmungsort eingetroffen ist. Der neue Besitzer ist ebenso erfreut wie ich und hat die “Springerin” gleich zum Rahmenbauer gebracht.

Aus dem Skizzenstapel:

2 Zeichnungen | Format 32 x 24 cm | Aquarell | 2015 & 2017

Gerade beim Aufräumen gefunden.

Die Isohypsen auf der linken Seite bildeten den Auftakt zu einer aufwendigen, großen Zeichnung. Die rennende Figur auf der rechten Seite könnte Grundstein für eine neue, große Zeichnung sein. Noch suche ich nach dem ‘richtigen’  Winkel. Aber lange wird es nicht mehr dauern.

Aus dem Skizzenbuch: Amorgos

Nach zweieinhalb Wochen auf der üppig blühenden und rauhen Kykladen-Insel Amorgos ist hier meine kurze Ein-Wort-Zusammenfassung:

HERRLICH!!!

 

Nun zur Mehr-als-ein-Wort-Zusammenfassung: Viele Wanderungen quer über die Insel, zünftig und rustikal und in soliden Mengen essen, bemerkenswerte Begegnungen mit gutgelaunten Zwei- und Vierbeinern, tolle Gespräche (mit den Zweibeinern), im März bei fiesem Wind anbaden, mit den unzähligen Insel-Katzen spielen, Lizard-Watching, Sonnenuntergänge über dem Meer angucken, Sonnenaufgänge über den Bergen angucken, Bergdörfer wegen des griechischen Kaffees (Tholaria) oder des Schokoladenkuchens (Langarda) besuchen, am Strand rumlungern, Steine schnipsen und ein bißchen zeichnen.

Als ich auf der achtstündigen Fährfahrt von Aegiali im Slalom durch Mittelmeer nach Piraeus mit dem jungen, vielversprechenden Zeichner Leopold zusammensaß und wir gemütlich ein paar Stunden zeichneten, sind die beiden Portraits enstanden – eines von seinem fotografie-interessierten Bruder Julius und eines von der in Berlin ansässigen Fotografin Sabine.

Herzlichen Dank nochmal an die beiden Inselexperten Alexander Gumz und Michael T. Pritchard für die ausgezeichneten Tips! Bleibt nur eine Feierabend-Bier-Frage: Fix oder Mythos? …

 

div. Skizzen / Bleistift, Fineliner, Aquarell / 27 x 21 cm