Editionsproduktion 2018

Während die neue Radierung langsam gedeiht und Platte für Platte bearbeitet wird, nehme ich mir zwischendrin die Zeit, Drucktage einzulegen und ein paar Editionen zu drucken. Also kleine Auflagen:  maximal 5 – 7 Exemplare pro Edition.

Hier ein erster Eindruck:

 

 

Schritt 2⅔: und noch weiter geht’s

Telefonat mit A.:

“Na, die Oberarme sind jetzt fertig gesägt und geritzt und müssen am Montag in die Säure.”

“Mann, das klingt ganz schön brutal, wenn man nicht weiß, worum es geht!”

Am Montag waren die Oberarme also in der Säure. Natürlich mußte ich den Moment auskosten und einen richtig schönen Probedruck machen.

Voilà!

Aussprengtechnik

Die Technik ist relativ einfach erklärt. Das Motiv wird mit Zuckertusche  gezeichnet. Wenn die Zeichnung getrocknet ist, wird das Metall komplett lackiert. Anschließend übergießt man das Metall mit heißem und auch mit kochendem Wasser, bis sich das Motiv durch den Zucker aus dem Lack “herausgesprengt” hat. Ab diesem Schritt wird die Platte wie eine Aquatinta behandelt.

Mehrere Anläufe und mehrere Motive hat es gedauert, bis nun endlich ein Zwischenstand erreicht ist, den ich repräsentativ finde. Die Aussprengtechnik ist deshalb so interessant, weil man direkt auf dem Metall zeichnen oder malen kann. Dadurch sind die Linien lebendiger und kräftiger im Vergleich zu den Linien, die bei der Strichätzung entstehen.

Ich werde das Motiv mal noch weiterbearbeiten, um herauszufinden, wie gefällig diese störrische Technik noch werden kann und wie viele Phasen mein Testmotiv noch benötigt.

BBK-Druckwerkstatt: neue Radierung

Version 1 | 3farbige Radierung, 5 Platten | Edition: 2 | Büttenpapier 60 x 40 cm

Version 2 | 5farbige Radierung, 5 Platten | Unikat | Büttenpapier 2x 60 x 40 cm

Nach zwei Drucktagen in der Druckwerkstatt des BBK sind zwei neue Radierungen in kleiner Auflage entstanden. Die Drucke sind aufwendig herzustellen, da sie aus 5 einzelnen Platten bestehen. Die blaue Version ist dreifarbig, die bunte Version sogar fünffarbig. Beide Versionen wurden in je 3 Durchgängen gedruckt. Abgesehen davon, daß die Platten gleichmäßig ausgewischt werden sollten, empfinde ich es nach wie vor als Herausforderung, daß Papier nicht mit meinen Dreckpfoten einzusauen. Keine Ahnung, wie andere Leute das bewerkstelligen, die bei der Vorbereitung nicht mal Handschuhe tragen …

 

 

Druckwerkstatt, die zweite Runde

“So!”, wie meine Kollegin gerne sagt, um einen Akzent zu setzen, der zweite Drucktag ist vorüber. Acht Stunden verflossen so geschwind, als hätten sie es sehr, sehr eilig gehabt. Bemerkenswert ist der Grad der Erschöpfung, der sich zum Feierabend einstellt. Ich habe heute zwei Editionen weitergedruckt und hoffe, in der kommenden Woche damit fertig zu werden. In diesem Sinne mache ich es mir jetzt gemütlich und trink’ nen Tee …

Zum 1. Mal: BBK-Druckwerkstatt

Zum ersten Mal habe ich in der BBK-Radierwerkstatt gearbeitet und hatte – auch eine Premiere – eine Druckpresse ganz für mich allein, den “kleinen” einhandbedienbaren HARRY aus Großbritannien. Der pure Luxus! Nach 7 Stunden Einfärben und Auswischen habe ich es auf 5 neue dreifarbige Drucke gebracht und somit den Punkt erreicht, daß ich dieses Motiv nicht noch einmal drucken werde. Der Abdruck der Zinkplatten wird von Mal zu Mal schwächer, die Kontraste lassen nach und die Strichstärke verringert sich. Finito also mit dem “Flos mori” (2016)